Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB)

Mit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert stellte sich zunehmend die Frage, wie das Elend der Arbeiterschaft gelöst werden kann. Volksverbundene Laien und Priester wurden aus christlicher Verantwortung schon früh gegen die Missstände aktiv. Dazu gehören Ritter von Buß (1803-1878), Mitgründer des politisch-sozialen Katholizismus, und der Priester Adolf Kolping (1813-1865), der das Los der Handwerksgesellen mit der Gründung des ersten katholischen Gesellenvereins zu lindern versuchte.

Bahnbrechend war das Wirken des Bischofs Freiherr v. Ketteler (1811-1877), der sich schon als Priester mit seinen Verlautbarungen "Die großen sozialen Fragen der Gegenwart" gegen die liberale kapitalistische Wirtschaftsform wandte. Er empfahl die Bildung von katholischen Arbeitervereinen, setzte auf Bildung der Arbeiterschaft, gilt als Mitbegründer der katholischen Soziallehre und Gründer der späteren Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB). Diese ist nach wie vor die Stimme der Arbeitnehmer für eine menschlichere Gesellschaft.

Am 3. Juli 1956 wurde in Heubach unter der Leitung von Pfarrer Mohn die örtliche KAB-Gruppe gegründet. Seit dieser Zeit engagiert sich die KAB in der Kirchengemeinde, befasst sich mit Problemen der Arbeitswelt, bildet sich durch Vorträge weiter und fördert die Gemeinschaft durch Ausflüge, Wanderungen und gesellige Abende.

Regelmäßig treffen sich KAB-Mitglieder an jedem Dienstag um 20 Uhr in der Begegnungsstätte des Gemeindehauses (in der Karlstraße). Zu diesen Treffen sowie den Veranstaltungen sind alle Gemeindemitglieder, Freunde und Interessierte ganz herzlich eingeladen. Die KAB freut sich schon auf viele neue Gesichter.

Weitere Infos zur (überregionalen) Geschichte und zu den Aktivitäten der KAB findet man auch unter www.kab-drs.de.